In den Nahen Osten

In den Nahen Osten

Mein Beruf bringt es mit sich, dass ich immer mal wieder in der Welt unterwegs bin, um über Sport und sportliche Großereignisse zu berichten.

Nach Doha // In Kürze geht es nach Katar. Nach Doha um genau zu sein. Dort finden vom 26. September bis zum 7. Oktober die Leichtathletik Weltmeisterschaften statt. Schauplatz der Wettkämpfe ist das Khalifa International Stadium. Im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft 2022 wurde auch das Khalifa Stadion renoviert. Es kann 48.000 Zuschauer aufnehmen, beherbergt ein Sportmuseum und ist klimatisiert. Und das obwohl das Dach nicht geschlossen werden kann.

Ist es außerhalb des Stadions an die 40 Grad warm, wird das Stadion auf angenehme 21 Grad heruntergekühlt. Und das sowohl auf den Zuschauerrängen als auch im Innenraum. Ich bin sehr gespannt, wie den Athleten das bekommt. ARD und ZDF berichten live im TV und im Livestream von der WM. Ich werde hier auf dem Blog berichten, was ich in Doha innerhalb und außerhalb des Stadions erlebe.

Ich bin zum ersten Mal am persischen Golf. Aufgrund der allgemeinen politischen Lage in der Region und den Spannungen zwischen Saudi Arabien und angrenzenden Nachbarstaaten sind meine Gefühle gemischt. Gleichzeitig ist meine Neugierde groß, das arabische Land und die Menschen dort während meines zwölftägigen Aufenthalts kennenzulernen.

Olympia 2020 // Nach der Dienstreise ist vor der Dienstreise. Lange bevor ein sportliches Großereignis ansteht, disponiert mein Sender das Team der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die von vor Ort berichten. Ich bin im kommenden Jahr bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio an der Seite von Katrin Müller-Hohenstein und Rudi Cerne dabei. Ich freue mich riesig darüber.

Yoga // Seit einigen Monaten lege ich mich einmal in der Woche auf die Matte. Oder gehe in den herabschauenden Hund. Oder mache einen Schulterstand. Am Dienstag ist mir ein Handstand gelungen. Wenn auch mit Hilfe der Trainerin. Allein aus der Kraft der Arme und mit leichtem Schwung der Beine drückte ich mich in den Handstand hoch. Ein tolles Gefühl. Die Rede ist von Yoga. Iyengar Yoga, um ganz genau zu sein. Tatjana Brummel von Freiraum-Yoga hat in mir die Lust geweckt, mich mit Asanas zu beschäftigen. Sie ist eine erfahrene und sehr witzige Yogalehrerin. Sie erklärt die einzelnen Asanas (so heißen die Übungen beim Yoga) sehr gut und kann sie alle in einer mir unverständlichen Geheimsprache benennen. Es muss wohl die Yogi-Sprache sein.

Die Asanas sind anstrengend, wenn man es richtig macht. Richtig anstrengend. Es geht um Kraft, um Körperspannung und ums Aufrichten. Alles muss aufgerichtet werden. Die Sitzbeine, die Wirbelsäule, die Zehen an beiden Füßen, die Handkannten, es geht immer ums Anspannen und Aufrichten. Dabei lacht sie viel und lacht noch lauter und macht Witze über sich selbst, wenn die Teilnehmerinnen nur noch im Kanon stöhnen. Das gefällt mir. Und die Übungen machen mir Spaß, auch wenn ich noch lange nicht alles hinbekommen. Wie auch nach wenigen Monaten. Meine Yoga-Schwestern gehen schon mehrere Jahre dorthin. Am Schluss bedanke ich mich bei dem Yoga-Lehrer in mir selbst, nachdem ich mich bei allen großen Yogis dieser Welt bedankt habe. Das gefällt mir auch. Danach gehe ich immer sehr fröhlich an den Schreibtisch zurück.

Brustkrebs und Yoga // Nachdem die thüringische Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ihre Brustkrebserkrankung öffentlich gemacht hat, beschäftigt mich das Thema. Ich weiß gar nicht warum. Bei meiner letzten Yogastunde kam mir der Gedanke, dass Yoga sicherlich auch für Krebspatienten eine gute Sache sein könnte. Gerade beim Iyengar Yoga wird mit ganz vielen Hilfsmitteln gearbeitet, mit Blöcken, Gurten, Kissen, Decken und Stühlen. Für jede Einschränkung und für jedes Handicap hat meine Yogalehrerin eine Alternative parat.

Sie gab mir den Kontakt zu Gabi Kammler in Köln. Sie gibt Yogakurse für Krebspatientinnen. Yoga kann das Lebensgefühl von Menschen, die von Krebs betroffen sind, deutlich verbessern, heißt es auf ihrer Internetseite. Klingst spannend, ich werde mehr zu dem Thema recherchieren. Vielleicht entsteht eine Geschichte daraus.

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